Montag, 14. Oktober 2013

Tebartz-van Elst




















Nun... falls jemand daran zweifeln sollte, dass das Geld, welches vom Staat durch die Kirchensteuer eingezogen wird, nicht sinnvoll und bedacht angelegt wird, der wende seinen Blick doch bitte Richtung Limburg. Hier arbeitet ein fleissiger Bischof eifrig an der Aussenwirkung seines Amtes. Jeder gläubige Katholik müsste Franz-Peter Tebarz-van Elst eigentlich dankbar sein, dass er die Bedeutung seines Bischofssitzes durch Umbaumaßnahmen in Millionenhöhe unterstreicht. Im Vergleich zu den Schätzen, die im Vatikan lagern sind 40 Mille ja mal wirklich ein Klacks. Und ausserdem: warum sollte der ganze Prunk, der schon zu barocken Zeiten funktioniert hat, denn jetzt auf einmal falsch sein?
Trotzdem reist Tebarz-van Elst nach Rom um die Angelegenheit mit seinem irdischen Chef abzuklären. Vielleicht kommt er ja geläutert vom Papst zurück. Womöglich hat er aber auch ein Gemälde von Raffael oder eines von Tizian im Gepäck, das er verkaufen darf, um mit dem Erlös die Kosten seiner Umbaumaßnahme zu begleichen. Da dürfte noch locker ein schöner Batzen übrig bleiben. Mit dem restlichen Geld könnte der Bischof dann eventuell Erste-Klasse-Tickets für Flüge zu den Armenvierteln der Welt oder eine Luxuslimousine für den bischöflichen Fuhrpark kaufen, denn gerade in einem solchen Amt muss man sich seiner Verantwortung dem Amt gegenüber besonders bewusst sein...
...und zugegeben: als Kirchenfürst zu barocken Zeiten mit ihrer Verschwendungs- und Prunksucht, ihren absoluten und despotischen Herrschern hätte sich der Mann gar nicht mal schlecht gemacht...
Aber diese Zeiten sind leider - pardon, wollte sagen: Gott sei Dank - schon seit über 200 Jahren vorbei.

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