Dienstag, 11. Juni 2013

Atawürg




















Ich mag die Türkei. Ich war bislang dreimal dort. Ich habe das Innland der Türkei mit Bussen bereist und die alten koptischen Kirchen begutachtet. Ich habe in Baumhäusern direkt am Strand geschlafen und in Höhlen übernachtet. Die Landschaft war sehr eindrucksvoll. Am meisten hat mich jedoch die Gastfreundschaft und das freundliche Wesen des türkischen Volkes beeindruckt. Irgendwo so eine Freundlichkeit anzutreffen ist man als Deutscher nicht gewohnt. Eigentlich habe ich mich schon gefreut, die Türkei als weiteres Mitglied der Eu bald willkommen zu heißen...
Leider haben sich seit etwa zehn Jahren Wolken über dem aufkeimenden freiheitlichen Himmel der Türkei zusammen gezogen. Die Wolken tragen den Namen Taryyip Erdogans. Und diese Wolken blitzen und donnern Tränengas und Wasserwerfer auf friedliche Demonstranten. Wer in dieser massiven Form die Stimme des Volkes zu unterdrücken versucht und demonstrative Kundgebungen als Terrorismus brandmarkt, sollte sich nicht länger als Souverän einer Demokratie bezeichnen, sondern als Autokrat schimpfen lassen. Schön, dass das Volk der Türkei nun ihr eigenes demokratisches Erwachen bewusst miterleben darf - Schade allerdings, das die (demokratisch legitimierte !!) Staatsregierung dieses Erwachen nur zu gerne wieder in einen allwährenden Tiefschlaf versetzen möchte...

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