Donnerstag, 19. Juli 2012

Mutter der Atomindustrie




















"Energiewende bis 2022"
Was noch vor einem Jahr nach einem unumstößlichen Vorsatz der Bundesregierung klang, klingt heute schon wieder ein wenig aufgeweichter und sehr unkonkret. Nachdem der kollektive Schock über die Katastrophe in Fukushima längst aus der öffentlichen Debatte verschwunden ist, scheint sich auch der Bedarf nach einer schnellen und konsequenten Energiewende langsam in Luft aufzulösen. So ähnlich kann man die Worte unseres neuen Umweltministers Peter Altmaier zumindest deuten, der jüngst starke Zweifel an der Erreichbarkeit der Ziele der Energiewende äusserte. Dass dabei natürlich auch die zu erwartende Erhöhung der Stromkosten ein schlagkräftiges Argument darstellen, sollte niemanden wirklich überraschen. Dass der Umweltminister jedoch nicht an das Volk appelliert, einfach etwas sparsamer beim Stromverbrauch zu sein und entsprechende Maßnahmen der Aufklärung einleitet, zeigt recht genau welch Kind Altmaiers Gedanke womöglich ist. Aber wer hätte auch mehr Mitspracherecht bei der Strompolitik verdient als der weitaus größte Stromverbraucher - der Wirtschaft? Und dass ein solch mächtiger Elternteil das Lieblingskind (die Krippenplätze für die Atomenergie sollen ja recht günstig sein - ganz im Gegensatz zu den Kosten für den Altersruhesitz) in besonderem Maße fördern möchte ist ja eigentlich nur selbstverständlich...
Schade nur, dass das Familienidyll durch die Zusage der Bundesregierung ein wenig getrübt wird...

...und natürlich durch Fukushima...
...und natürlich Tschernobyl...
...und natürlich Gorleben...
...und, und, und...

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